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6. Ausbildungsreport Berlin-Brandenburg PDF Drucken E-Mail

Ausbildungsreport 2011Unsicherheit ist das vorherrschende Lebensgefühl einer ganzen Generation: Die Suche nach einem Ausbildungs-platz, die oft schwierigen Ausbildungsbedingungen sowie die Hängepartie, ob man von seinem Betrieb übernommen wird, kennzeichnen die ersten Jahre der Berufstätigkeit vieler Jugendlicher. Mit der Präsentation des 6. Ausbildungsreports der DGB-Jugend Berlin-Brandenburg wird klar, die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist noch nicht so entspannt, wie das einige Wirtschaftsverbände suggerierten. Noch immer fehlen Tausend betrieblicher Ausbildungsplätze, werden Jugendliche in Warteschleifen geparkt, anstatt ihnen eine qualifizierte Ausbildung anzubieten. Ausbildungsreport als PDF (komprimierte Web-Version; für hohe Auflösung, bitte Print-Version unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellen)

Die Bilanz der 6. Ausbidlungsreports, für den rd 3.000 Auszubildende aus 63 Berufen befragt wurden, ist ernüchternd und muss aufrütteln: 30 Prozent der befragten Jugendlichen müssen regelmäßig Überstunden machen, jeder Vierte bricht die Ausbildung ab; nur 40% der jungen Menschen werden nach ihrer Ausbildung vom Betrieb unbefristet übernommen. Wie ein Damoklesschwert hänge also die Ungewißheit über die berufliche Zukunft über vielen Jugendlichen.

Nach Meinung der DGB-Jugend ist es nicht hinnehmbar, dass nur noch jeder vierte Betrieb ausbilde und im gleichen Atemzug die Wirtschaft nach Fachkräften rufe. Diese „Logik“ erschließt sich nicht. Denn jeder zweite junge Mensch ist genötigt, mit weniger als 500 Euro im Monat als Ausbildungsvergütung auszukommen. DGB-Jugend spricht sich gegen die Schaffung von Schmalspurausbildungen aus: Das Innovationstempo der Wirtschaft verlange eine umfassende Ausbildung und Qualifizierung. Dem Schwarze-Peter-Spiel der Wirtschaftsverbände, die vielen Jugendlichen unterstellten, sie wären weder ausbildungsfähig noch ausbildungswillig, ist eindeutig die Grundlage entzogen.